
2006
Ältestes Mitglied im Gesamtverein
Landeshauptarchiv über 100 Jahre Mitglied im Eifelverein Koblenz !!!!!
Es kommt relativ selten vor, dass ein „noch lebendes" Mitglied für seine 100-jährige Mitgliedschaft in einer Ortsgruppe geehrt wird. Zusätzlich ist anzumerken, dass es im gesamten Hauptverein kein weiteres Mitglied mit dieser Besonderheit gibt.
Dabei ist die Mitgliedschaft an sich vordergründig betrachtet bereits ein wenig verwunderlich.
Wie einem Grußwort des Leiters des Landeshauptarchivs, Prof. Dr. Franz-Josef Heyen, anlässlich des 100-jährigen Geburtstages unserer Ortsgruppe zu entnehmen ist, mutet es zumindest ein wenig seltsam an, dass ein ehemaliges Preußisches Staatsarchiv im Jahre 1906 Mitglied eines Wander- und Naturschutzvereins wurde.
Ausschlaggebend könnte u.a. auch gewesen sein, dass das Ortsgruppenmitglied Dr. Wilhelm Maria Becker *** 1889 Gründungsmitglied unserer Ortsgruppe *** seinerzeit als kommissarischer Leiter des Preußischen Staatsarchivs fungierte.
So konnte sichergestellt werden, dass Schriften und Veröffentlichungen des Vereins im Rahmen des „Sammeltrieb des Archivs" erworben werden konnten.
Als eifriger Mitwanderer ist das Archiv im Laufe der Jahre nicht in Erscheinung getreten.
Beitrag Frau Dr. Martina Knichel zum 100-Jährigen

1989
Feier zum 100-jährigen Geburtstag der Ortsgruppe
Mit einer großen Feierstunde beging die Ortsgruppe Koblenz den Tag ihres 100-jährigen Bestehens. Der Festausschuss hatte ein umfangreiches Programm organisiert, welches den zahlreichen Mitgliedern und Gästen im „Haus der Begegnung" geboten wurde.
Neben dem Mandolinen-Orchester Mülheim und dem Männergesangverein Koblenz-Lützel traten die Mosel-Tamz-und Trachtengruppe Güls sowie die Akkordeon Gruppe Buntscheck aus Arzbach auf.
Zahlreiche Redner würdigten die Geschichte der Ortsgruppe und verwiesen auf die Persönlichkeiten und ihre Verdienste um die Belange der Ortsgruppe und der Eifel.
Höhepunkte der Veranstaltung war die Übergabe der „Joseph-von Eichendorff-Plakette", die der Ortsgruppe wegen ihrer Verdienste an der Natur von Bundespräsident Richard von Weizsäcker verliehen worden war. Die Verleihung nahm der Regierungspräsident a.D. Heinz Korbach vor.
Die Jubiläumsfeier wurde im zweiten Teil mit einem gemütlichen Beisammensein fortgesetzt, welches durch den Conferencier Peter Dommermuth humoristisch aufgelockert wurde.
Zusätzlich zur Festveranstaltung wurde am 28.Mai 1889 im Rahmen einer Sternwanderung des Bezirkes Mayen-Koblenz und anderer befreundeter Ortsgruppen ein Waldfest an der Grillhütte Bisholder gefeiert.

1986
86. Deutscher Wandertag
Unter dem Motto: "Wandern - Sinnvolle Freizeit für alle" fand vom 24.-28.07.86 der 86. Deutsche Wandertag in Koblenz statt.
Die Stadt Koblenz, eingebettet in die faszinierende Landschaft des Mittelrheins, präsentierte sich als perfekte Gastgeberin. Mit der Durchführung wurden die drei großen hiesigen Mittelgebirgsvereine in Zusammenarbeit mit der Stadt Koblenz und dem Verband der „Deutschen Gebirgs- und Wandervereine" betraut. Diese drei Vereine *Eifelverein-Westerwaldverein-Hunsrückverein* verkörperten seit langer Zeit die drei Mittelgebirgslandschaften und verhalfen dem Großraum Koblenz seit alters her zu dem Image ***Wanderland ohne Ende***
86. Deutscher Wandertag
Unter dem Motto: "Wandern - Sinnvolle Freizeit für alle" fand vom 24.-28.07.86 der 86. Deutsche Wandertag in Koblenz statt.
Die Stadt Koblenz, eingebettet in die faszinierende Landschaft des Mittelrheins, präsentierte sich als perfekte Gastgeberin. Mit der Durchführung wurden die drei großen hiesigen Mittelgebirgsvereine in Zusammenarbeit mit der Stadt Koblenz und dem Verband der „Deutschen Gebirgs- und Wandervereine" betraut. Diese drei Vereine *Eifelverein-Westerwaldverein-Hunsrückverein* verkörperten seit langer Zeit die drei Mittelgebirgslandschaften und verhalfen dem Großraum Koblenz seit alters her zu dem Image ***Wanderland ohne Ende***
Die geschichtsträchtige Stadt Koblenz mit ihren Zeugen der großen kulturellen Vergangenheit und ihrer lebensbejahenden und lebensfrohen rheinischen Art war der optimale Rahmen für diese Großveranstaltung.
Getreu dem Veranstaltungsmotto wurden eine große Zahl von Wanderungen, Besichtigungen und Kulturveranstaltungen durchgeführt, die der Zielsetzung: „Mehr Freizeitqualität bei wachsender Freizeitquantität" eine glaubwürdige Grundlage gaben. Auch 23 Jahre später ist diese Zielsetzung immer noch aktuell.
Mit der Abschlusskundgebung auf dem Ehrenbreitstein endete eine Veranstaltung, die in der hiesigen Presse ein nachhaltiges Echo fand.
„Wanderer am Deutschen Eck vereint" , so lautete z.B. die Titelseite der Rhein-Zeitung vom 28.07.1986 . Im Innenteil wurde dann ausführlich über die „Fünf fröhlichen Tage in Koblenz" berichtet. Neben weiteren Schlagzeilen, wie
*Rucksack-Gäste sind überall gern gesehen*, oder
*So schön war es selten*, oder
* 25 000 Wanderer zogen fröhlich durch Koblenz*
wurde auch im Detail über die einzelnen Höhepunkte berichtet.
Das Medien-Interesse an dieser Veranstaltung wurde natürlich auch davon getragen, dass zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens an den Kundgebungen und Festumzügen teilnahmen. Einer besonderen Beliebtheit erfreute sich dabei der Altbundespräsident Carl Carstens, Ehrenpräsident der deutschen Wandervereinigung, der auf seiner Deutschlandwanderung vom Meer bis zu den Alpen bereits zahlreiche Begegnungen mit Wanderfreunden aus den jeweiligen Regionen hatte.
Der Eifelverein Koblenz hat mit dieser sich doch selten bietenden Gelegenheit die Chance genutzt, seine Ziele und Vorstellungen, sowie seine Leistungsfähigkeit einer sehr großen Öffentlichkeit eindrucksvoll näher zu bringen.
Im darauffolgenden Jahr 1987 konnten dann unsere Mitglieder Greta Görres, Engelbert Helbach und Eberhard Molzberger mit einer überzeugenden Wanderleistung nach 321 km den Wandertagswimpel in Bad Soden-Allendorf an die Organisatoren übergeben.

1948
Wiederzulassung durch franz. Besatzungsmacht
Die Zeit des II. Weltkrieges war für die Vereins- geschichte nicht von großer Bedeutung, da während der Kriegszeit auf große Vorhaben/Veranstaltungen verzichtet werden mußte. Das Vereinsleben war praktisch zum Erliegen gekommen und die Mitgliederzahl ging auf 139 zurück.
Mit Ende des Krieges und anschließender Besatzung war jegliche Vereinstätigkeit strikt untersagt worden.
Am 06. März 1948 wurde die Vereinstätigkeit durch Erlass der französischen Besatzungsmacht wieder zugelassen. Das Regierungspräsidium setzte diesen Erlass am 25. März 1948 in deutsches Recht um, so daß einer Wiederbelebung im Rahmen des Besatzungsrechts nichts mehr im Wege stand. Schwierigkeiten, die durch die Dislozierung in unterschiedlichen Besatzungs-zonen auftraten, konnten beiseite geräumt werden.
Die Ortsgruppe Koblenz nahm am 15. Februar 1949 ihre Bemühungen zur Stärkung des Vereinslebens wieder auf und konnte verhältnismäßig zügig Vereinsaktivitäten und Wanderprogramm wieder aufnehmen.

1933
"Säuberung" der Ortsgruppen
Wie in anderen Bereichen des öffentlichen Lebens wurde auch in den Ortsgruppen des Eifelvereins die Maxime der Nationalsozialisten durchgesetzt, daß nur Arier und Parteimitglieder die Führung in den Vereinsvorständen ausüben sollten.
So lautete u.a. eine Anordnung des Ministerpräsidenten Dr. Werner, der als kommissarischer Führer des Reichsverbandes Deutscher Gebirgs- und Wandervereine eingesetzt worden war.
Mit ihr sollte eine durchgehende Einflussnahme bis in die untersten Ebenen der Ortsgruppen sichergestellt werden.
Mit der Festlegung auf detaillierte Ausführungsbestimmungen wurde zum Zwecke der Gleichschaltung massiv in das Vereinsinnenleben eingegriffen. Dies alles und auch die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise blieben natürlich nicht ohne Auswirkungen auf die Ortsgruppe.
Sie verlor in diesen schweren Zeiten bereits die Hälfte der Mitgliedschaft und hatte Anfang 1934 nur noch 149 Mitglieder.

1919
Versammlungsfreiheit durch US-Besatzer
Nach Ende des ersten Weltkrieges war die weitere Vereinsarbeit durch Erlass des Versammlungsverbotes zum Erliegen gekommen. Mit Genehmigung der amerikanischen Besatzungs-kommandantur war es zum ersten Mal am 11. April 1919 wieder möglich, eine geordnete Versammlung in der Liedertafel abzuhalten.
Der Vorstand hatte sich in erster Linie mit den "Aufräumungsarbeiten" des vergangenen Krieges, wie z. B. mit der zu erneuernden Beschilderung der Wanderwege zu befassen. Diese waren im Laufe des Krieges entfernt worden, um dem Feind im Heimatland nicht auch noch die Orientierung zu erleichtern. Aber man gab nicht auf und versuchte das Vereinsleben zu mobilisieren und bestimmte den "Luxemburger Hof" zum Vereinslokal. Hier sollte sich die Mitgliedschaft zur Förderung der Gemeinschaft zwanglos treffen können.
Aus dieser Zeit sind leider keine Jahresberichte vorhanden. Der erste, noch erhaltene stammt aus dem Jahre 1928. Hieraus wird schon sehr deutlich, daß in Folge der Nachkriegszeit und Weltwirtschaftskrise die Zahl der Mitglieder von ihrem Höchstand auf die Hälfte geschrumpft war.

1914
„25 Jahre Eifelverein Koblenz"
Anlässlich des Jubiläums unserer Ortsgruppe hatte der Hauptverein seine diesjährige Hauptversammlung nach Koblenz vergeben. Diese Veranstaltung stand in großem Interesse der Öffentlichkeit. Alle Personen des öffentlichen Lebens der Stadt Koblenz nahmen an dieser Veranstaltung teil. Die „Coblenzer Zeitung" hatte am 08. Juni 1914 ganzseitig auf der ersten Seite über dieses herausragende Ereignis berichtet. Die Ortsgruppe selbst war in dieser Zeit mit ihrem allseits geschätzten Vorsitzenden Prof. Dr. Follmann unzweifelhaft auf dem Höhepunkt ihrer Blüte. Er hatte mit seinen zahlreichen Publikationen und Vorträgen einen weit über die Heimat und Deutschland hinaus hohen Bekanntheitsgrad erreicht. Unter seiner Leitung wurde die absolut höchste Mitgliederzahl mit 515 erreicht.
Während der Tagung, die von unserer Ortsgruppe vorbildlich gestaltet und organisiert wurde, kamen aus allen Teilen der Eifel Abordnungen in ihren Heimattrachten. Inhalte des Programms waren u.a. Heimatspiele, Vorträge, Gesangsbeiträge und Wanderungen.
Die Koblenzer Festhalle bot den Teilnehmern ein festliches Gepräge, und die Beteiligung der Bürger und der örtlichen Behörden war groß.

1894
7. Deutscher Wandertag in Koblenz
Bereits 5 Jahre nach Gründung wurde die Ortsgruppe am 07.09.1894 mit der Durchführung der Jahresversammlung des Hauptvereins sowie am 09.09.1894 mit der Generalversammlung der Deutschen Touristen- und Gebirgsvereine beauftragt. Zusätzlich wurde man mit der Ausrichtung des 7. Deutschen Wandertages beauftragt. Für die junge Ortsgruppe sicherlich eine große Herausforderung, der man aber aufgrund der stark gestiegenen Mitgliederzahl durchaus gewachsen war.
Schon damals folgten viele gerne dem Ruf "Auf nach Coblenz", wie es dann in der Folge der langen Geschichte unserer Ortsgruppe immer wieder der Fall war.
Leider sind die Berichte über die öffentlichen Veranstaltungen des deutschen Wandertages von 1894 durch Kriegseinwirkung in Verlust geraten, doch sicher wurden diese Tage vom 8. bis 10. September von ungezählten Wanderfreunden mit viel Fröhlichkeit und Wanderleben ausgefüllt.
Die Begeisterung wuchs nun umso mehr und die Mitgliederzahl umfaßte bald 515 Eifel- und Wanderfreunde.

1889
1889 : Gründung der Ortsgruppe Koblenz
Die Ortsgruppe wird am 17. Mai 1889 von hoch angesehenen Bürgern der Stadt Koblenz gegründet. Der Zulauf an neuen Mitgliedern ist enorm, die Situation im Grenzland Eifel und das Verhältnis zum "Erzfeind Frankreich" unterstützt die patriotische Grundstimmung und drückt sich in solidarischen Bemühungen zur Entwicklung der Region aus.
Zusätzlich hatte man sich zum Ziel gesetzt, Massnahmen zur wirtschaftlichen Besserstellung der Bevölkerung zu treffen. Durch geeignete Propaganda, Anregungen und Eingaben bei den Behörden, bemühte man sich um Unterstützung von Seiten des Staates und der freien Wirtschaft.
Entsprechend dieser Zielsetzung waren dann auch die Männer, die den Eifelverein schufen, Menschen voller Bewunderung und Ehrfurcht für die Werke der Schöpfung, Menschen von sozialem Denken und großem Verantwortungsbewußtsein.
Gründer und erster Vorsitzender der Ortsgruppe war Amtsgerichtsrat BRAM, der durch längere Tätigkeit als Amtsrichter in der Eifel nicht nur ein gründlicher Kenner, sondern auch ein glühender Verehrer dieser Landschaft geworden war. So war es seinem engagierten Einsatz zu verdanken, daß bereits im ersten Jahr des Bestehens die stattliche Anzahl von 240 Mitgliedern erreicht werden konnte.





















